Berlin. Die Verbraucherschutzminister der Bundesländer wollen in Deutschland Klagemöglichkeiten nach dem Vorbild der Sammelklagen in den USA einführen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. "Der VW-Skandal hat uns allen vor Augen geführt, dass die Klagemöglichkeiten derzeit deutliche Schutzlücken aufweisen", sagte Johannes Remmel (Grüne), der Vorsitzende der Verbraucherschutzministerkonferenz, der Funke Mediengruppe.
Eine Möglichkeit sei es, Verbände zu ermächtigen, Musterklagen gegen Konzerne einzureichen. Derartige Sammelklagen gibt es in Deutschland bisher nicht, im Gegensatz zu den USA, wo Anwälte schon fleißig Mandanten für die bevorstehenden Prozesse sammeln. Die Konferenz der Verbraucherschutzminister tagt in dieser Woche (20. bis 22. April) und könnte den vorliegenden Entwurf beschließen.