Der Roboterhersteller Kuka hat eine Gewinnwarnung für das Geschäftsjahr 2017 herausgegeben. Statt einer EBIT-Marge von 5,5 Prozent rechne man jetzt nur noch mit 4,3 Prozent, hieß es. Die Umsatzerwartung hingegen sei auf rund 3,45 Milliarden Euro gestiegen. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2016, als der Umsatz bei 2,95 Milliarden Euro gelegen hatte, wäre das ein Anstieg um stolze 17 Prozent. Zunächst hatte Kuka mit einem Umsatz von 3,1 Milliarden Euro gerechnet, die Erwartungen im August nach einem starken ersten Halbjahr jedoch auf 3,3 Milliarden Euro angehoben.
Dass der Gewinn mit 148,35 Millionen Euro wohl trotzdem deutlich geringer ausfallen wird als erwartet, erklärt der Roboterspezialist mit Ergebnisbelastungen in Höhe von 40 Millionen Euro. Diese seien auf Projekte im Geschäftsbereich Systems und auf dessen Reorganisation zurückzuführen. Grundsätzlich entwickeln sich alle drei Geschäftsbereiche von Kuka positiv, erklärte eine Unternehmenssprecherin auf Anfrage der Automobilwoche. Lediglich beim Geschäftsbereich Systems in Europa gebe es Herausforderungen.
Systems betreibt Anlagenbau und ist auf die Autobranche fokussiert. Der Bereich integriert die vom Geschäftsbereich Robotics gelieferten Roboter in den Werkshallen der Kunden. Da das meist parallel zur laufenden Produktion geschieht, handelt es sich um komplexe Projekte, die oft mehrere Monate dauern. Bei mehreren Projekten sei es nun zu Verzögerungen gekommen, die entsprechende Folgekosten nach sich gezogen hätten.