Augsburg. Großaktionär Grenzebach hat sich wie erwartet durchgesetzt: Der Roboter- und Anlagenbauer Kuka bekommt nach monatelangen Querelen eine neue Führungsriege. Vorstandschef Horst Kayser, Finanzchef Matthias Rapp sowie Aufsichtsratschef Rolf Bartke und drei weitere Kontrolleure der Kapitalseite gehen, teilte Kuka am Donnerstag in Augsburg mit. Die Aufsichtsräte machen am 18. September Platz und sollen zum Großteil durch Grenzebach-Vertraute ersetzt werden. Der Vorstand soll bis Ende September bleiben.
Grenzebach hatte dem Zirkel vorgeworfen, neue Geschäftsfelder abseits der schwächelnden Autoindustrie zu vernachlässigen. Grenzebach hält knapp 30 Prozent an Kuka, der sympathisierende US-Investor Wyser-Pratte knapp zehn Prozent. Auch er strebt in den Aufsichtsrat. Das Familienunternehmen wollte mit dieser Macht auf einer außerordentlichen Hauptversammlung im Herbst den Führungswechsel erzwingen. Unter dem Eindruck dieser Drohkulisse gab die Spitze von Kuka schließlich auf. Zu dem Aktionärstreffen wird es in der Folge nicht kommen. (Mit Material von dpa-AFX)