Aachen/Würselen. Nach einem Beschluss der Gläubigerversammlung werden die Vermögenswerte der CemeCon AG, Anlagenbauer und Produzent von High-Tech-Beschichtungen aus Aachen, an ein Firmenkonsortium verkauft. 50 Prozent der Anteile solle dabei an das Düsseldorfer Unternehmen Eifeler Werkzeug gehen. Die restlichen 50 Prozent gegen an die Finanzinvestoren 1C Group AG (Schweiz), H.I.G. European Capital Partners aus Hamburg und den österreichischen Finanzinvestor Enalog Ventures aus Wien. Zuvor hatte Insolvenzverwalter Thomas Georg den Gläubigern mehrere Optionen zur Diskussion gestellt. Georg kann damit alle verbliebenen etwa 150 Arbeitsplätze und alle Standorte sichern. Zum Verkauf zählen auch die Auslandsbeteiligungen der Cemecon AG.
"Wir haben in den vergangenen Wochen intensive Verhandlungen mit den Interessenten geführt“, sagt Georg. Er sieht die Wahl der Gläubiger als bestmögliche Lösung für alle Beteiligten. "Unser Ziel war es von vornherein, trotz der schweren globalen Wirtschaftskrise möglichst viele Arbeitsplätze zu sichern und dem Unternehmen eine Chance für die Zukunft zu geben.“ Dies sei mit dem Verkauf an das Konsortium bestehend aus strategischen Investoren und Finanzinvestoren gelungen. "Das Konsortium ist bonitätsstark und möchte CemeCon zum Global Player in der Oberflächenbeschichtung aufbauen“, so Georg weiter. Voraussetzung für den Verkauf ist es, dass Georg in den kommenden Wochen mit dem Konsortium den verhandelten Kaufvertrag unterzeichnet. "Die Eckpunkte stehen bereits fest, das Konsortium muss nun abschließend seine Finanzierung klären“, erläutert der Insolvenzverwalter. Ziel ist es, den Kaufvertrag bis Mitte Dezember zu unterzeichnen.