Stuttgart. Werksschließungen, Arbeitsplatzabbau, Verschiebungen von Investitionen und Insolvenzen. Der Zuliefererbranche blies der Wind in den vergangenen Wochen kräftig ins Gesicht. Das raue Klima scheint auch bei ZF Friedrichshafen heftige Spuren zu hinterlassen. Beim Getriebespezialisten schwört Vorstandschef Hans-Georg Härter seine Mannschaft jedenfalls auf ein schwieriges Jahr 2009 ein. Der Absatz ist im ersten Quartal dieses Jahres um rund ein Drittel eingebrochen und eine Prognose für das laufende Jahr will er nicht wagen.
Doch Angst und Bange muss einen um das Unternehmen vom Bodensee deshalb nicht werden. Der Gewinn nach Steuern fiel trotz eines Einbruchs im vierten Quartal 2008 lediglich um 16 Prozent auf immer noch satte 434 Millionen Euro - dem zweitbesten Ergebnis der Unternehmensgeschichte. Zudem stieg die Eigenkapitalquote gegenüber 2007 um vier auf nunmehr 42 Prozent.