Köln. Köln wird Modellregion für ein bundesweites Projekt zur Erprobung von Batterie-elektrischen Fahrzeugen und ihrer Infrastruktur. Projektpartner sind die Ford-Werke, die RheinEnergie AG, die Stadt Köln sowie die Universität Duisburg-Essen. Finanziert wird das 15 Millionen-Euro-Projekt aus Mitteln des Konjunkturpakets II durch das Bundesverkehrsministerium. Das Projekt ist ein Teil der “Modellregion Rhein-Ruhr” für Elektromobilität. Diese wird zusammen mit sieben weiteren Gebieten mit insgesamt 115 Millionen Euro gefördert.
Das Mobilitätsprojekt trägt den Namen "colognE-mobil"und soll noch im ersten Quartal diesen Jahres starten. Am kommenden Montag wollen die Projektpartner es im Detail vorstellen. Während des Projekts werden von den Ford-Werken 25 Elektrofahrzeuge – PKW und leichte Nutzfahrzeuge – im Großraum Köln eingesetzt. Im Mittelpunkt steht ein batteriebetriebener Ford Transit. Er soll als Liefer- und Verteilerfahrzeuge eingesetzt werden. Der Energieversorger RheinEnergie wird eine erste Lade-Infrastruktur im öffentlichen Raum aufbauen und erproben.
Die Universität Duisburg-Essen beteiligt sich mit insgesamt 15 Lehrstühlen unterschiedlicher Disziplinen und mit mehr als 50 Wissenschaftlern an dem Projekt. Die Aufgabe der Wissenschaftler besteht darin, die Kundenakzeptanz von Elektrofahrzeugen zu ermitteln und die Testergebnisse auf das gesamte Bundesland hochzurechnen. Dazu entwickelt die Universität entsprechende Fahrzeug- und Batteriesimulations-Teststände, die es erlauben, alle Streckenprofile, Verkehrssituationen, Fahrbahnzustände und Ladevorgänge abzubilden. "Stellen Sie sich das so vor, als würden 20.000 Elektrofahrzeuge unterwegs sein, und es wären tausend Batterieladestationen in NRW vorhanden“, erläutert Mechatronik-Professor Dieter Schramm.