Herzogenaurach. Der Aufsichtsrat von Schaeffler hat in seiner heutigen Sitzung Klaus Deller zum neuen Vorstandsvorsitzenden der Schaeffler AG bestellt. Der 51-jährige wird die Position am 1. Juli 2014 übernehmen.
Deller verantwortet seit 2009 im Vorstand der Knorr-Bremse AG den globalen Bereich Nutzfahrzeugsysteme. Zuvor war er in leitenden Funktionen bei den Automobilzulieferern Brose und Bosch tätig. „Mit Klaus Deller gewinnen wir eine herausragende Führungspersönlichkeit mit langjähriger Erfahrung in der Automobilzulieferindustrie. Wir sind davon überzeugt, dass wir unter seiner Führung unsere Technologieführerschaft bei Automobil- und Industrieanwendungen weiter ausbauen werden“, so Georg F. W. Schaeffler, Aufsichtsratsvorsitzender von Schaeffler.
Bis zum 1. Juli wird die Schaeffler AG weiter von Klaus Rosenfeld als Vorstandsvorsitzenden geführt. Mit dem Eintritt von Deller wird Rosenfeld neben seiner bisherigen Tätigkeit als Finanzvorstand Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Schaeffler AG. Darüber hinaus wird er als einziges familienfremdes Mitglied in die Geschäftsleitung der INA-Holding Schaeffler berufen. Über die INA-Holding hält die Familie Schaeffler ihre Beteiligungen an Continental und der Schaeffler Gruppe.
„Klaus Rosenfeld hat sich in den letzten Jahren große Verdienste um unser Unternehmen erworben. Nach dem Anfang Oktober 2013 eingeleiteten Führungswechsel hat er die Organisations- und Führungsstruktur des Unternehmens neu ausgerichtet und einen Kulturwandel in Sachen Führung und Kommunikation eingeleitet. Mit seiner Berufung zum Stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Schaeffler AG sowie zum Mitglied der Geschäftsleitung der INA Holding würdigen wir seine herausragende Leistung für unser Unternehmen. Die unter seiner Führung eingeschlagene Neuausrichtung der Schaeffler Gruppe wird auch in Zukunft konsequent vorangetrieben werden", so Georg Schaeffler.
Der Chefsessel beim Wälzlagerhersteller ist seit Oktober vergangenen Jahres quasi unbesetzt. Vorstandschef Jürgen Geißinger hatte im Herbst die Position vorzeitig räumen müssen, nachdem es zu Unstimmigkeiten mit den Eigentümern Maria-Elisabeth und Georg Schaeffler gekommen war. Geißinger hatte zum Schluss nicht mehr das Vertrauen der Eigentümer gehabt.