Craiova. Der sauerländische Zulieferer Kirchhoff Automotive bleibt seinen Kunden auf den Fersen und ist jetzt seinem wichtigen Kunden Ford ins rumänische Craiova gefolgt. Dort eröffnete Kirchhoff Automotive am Mittwoch ein neues Werk zum Bau von Karosserie-Teilen in unmittelbarer Nähe des neuen Ford-Werkes, in dem der B-Max gebaut wird. Ab 2013 soll die Produktion bei Ford dort auf mehr als 100.000 Fahrzeuge jährlich steigen.
Kirchhoff Automotive investierte in sein 12.000 Quadratmeter großes Werk rund zwölf Millionen Euro. Die gepressten Stahlteile stammen aus dem Kirchhoff-Automotive Werk in Ungarn und werden in Craiova im Spot und MAG Schweißverfahren fertiggestellt. Regulärer Produktionsstart (SOP) ist am 14. Mai, dann werden dort 182 Mitarbeiter beschäftigt sein.
Er sei vom Zukunftspotential Rumäniens überzeugt, sagte Vorstandschef Arndt G. Kirchhoff in Craiova. . "Wir freuen uns, zusammen mit der Ford Motor Company durch unsere Investitionen beim jüngsten Mitglied der Europäischen Union mit helfen zu können, ein weiteres Stück Europa aufzubauen," sagte er vor rund 80 geladenen Gästen. Die Tradition des Landes im Automobilsektor sei bereits hilfreich bei der Suche nach qualifizierten Mitarbeitern gewesen.
Ford ist nach GM der zweitwichtigste Kunde von Kirchhoff-Automotive. Insgesamt kam die Automotive-Sparte von Kirchhoff im vergangenen Jahr mit rund 7900 Mitarbeitern in 29 Werken auf einen Umsatz von 970 Millionen Euro. In diesem Jahr peilt Kirchhoff eine Steigerung der Erlöse auf 1,09 Milliarden Euro an. (Foto: Kirchhoff Automotive)