Osnabrück. Der angeschlagene Auftragsfertiger Karmann verhandelt offenbar mit dem koreanischen Autobauer Kia über einen Großauftrag, berichtet die Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise. Der Konzern aus Fernost unterhalte schon seit einigen Jahren Geschäftsbeziehungen mit dem Unternehmen in Osnabrück. So haben die Niedersachsen für Kia zwischen 1995 und 1998 rund 26.000 Einheiten des Geländewagens Sportage gefertigt. Auf dem Automobilsalon in Genf im Frühjahr dieses Jahres hatte Kia mit dem Ex Cee’d eine Cabrio-Version des Kompaktwagens mit Stoffverdeck vorgestellt. Für dieses Fahrzeug hatte Karmann das Dach entwickelt.
Derzeit sei allerdings bei Kia noch keine Entscheidung darüber gefallen, ob dieses Auto gebaut werde, sagte ein Firmensprecher. Wenn der Wagen vom Band rollen sollte, könnte das komplette Fahrzeug oder auch nur das Verdeck extern gefertigt werden. Einer der Kandidaten für die Produktion wäre dabei Karmann. Ein Sprecher des Osnabrücker Unternehmens hielt sich bedeckt: „Wir wollen uns an Spekulationen nicht beteiligen, um die Verhandlungen nicht zu gefährden.“
Nach Angaben des Karmann-Betriebsrats werde über einen möglichen Auftrag für den Bau eines Komplettfahrzeugs verhandelt, der die Beschäftigung für mehrere Jahre sichern könnte.