Zwickau. Der US-Zulieferer Johnson Controls baut das Werk Zwickau zu seinem größten Standort für AGM-Batterien aus. Diese Akkus, bei dem der Elektrolyt in einem Vlies aus Glasfaser gebunden ist, werden bei Start-Stopp-Systemen eingesetzt. Für eine neue Produktionshalle und Ausrüstung investiert der Zulieferer 75 Millionen Euro. Rund 100 neue Arbeitsplätze sollen entstehen. Bis zum Frühjahr 2013 soll die Kapazität von heute 3,2 Millionen Batterien auf jährlich 6,6 Millionen Akkus ausgebaut werden. Weitere 200 Millionen Euro werden im Werk Hannover investiert, wo ebenfalls AGM-Batterien entstehen.
Alex Molinaroli, Chef der Sparte Power Solutions, hatte kürzlich angekündigt, eine Produktion von Batteriezellen für Lithium-Ionen-Akkus in Deutschland zu prüfen. Johnson Controls will die Zusammenarbeit bei der Entwicklung und Produktion solcher Energiespeicher mit dem französischen Zulieferer Saft lösen. Der US-Konzern möchte das Geschäft auf eine breitere Basis stellen und neue Märkte erobern, um die Kosten für Lithium-Ionen-Batterien zu senken.