Bremen. "Für das Lösen technischer Problemstellungen, eigentlich die Kernaufgabe von Ingenieuren, haben mehr als die Hälfte der Befragten ihrer Einschätzung nach nicht genügend Zeit.“ So lautet ein erstes Fazit von Patrick Müller vom IPK-Geschäftsfeld Virtuelle Produktentstehung. Im November haben der Verein Deutscher Ingenieure (VDI), das Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik (IPK) und der Softwareanbieter Contact Software eine Online-Umfrage zum Thema kollaborative Produktentwicklung und digitale Werkzeuge durchgeführt.
Insgesamt beantworteten über 1400 Ingenieure den Fragebogen und lieferten damit die statistische Basis für eine der größten Erhebungen in diesem Umfeld in den vergangenen zehn Jahren, wie es bei Contact Software heißt. Die Antworten werden nun vom Fraunhofer IPK wissenschaftlich ausgewertet und die Ergebnisse in einer Studie dokumentiert, die im Frühjahr erscheinen soll.
Die Produktentwicklung charakterisieren heute vor allem Teamwork, Partnernetzwerke und ein intensiver Austausch von Produktdaten. Die Bestandsaufnahme zeigt, wie Ingenieure ihre heutige Situation wahrnehmen, was vorrangige Anforderungen und Problemstellungen in der Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen und Unternehmen sind und wo digitale Werkzeuge eine bessere Unterstützung als bisher leisten müssten.