Aachen/Würselen. Nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens bei Cemecon ist Rechtsanwalt Thomas Georg zum Insolvenzverwalter bestellt worden. Das Ziel von Georg ist es, für den Spezialisten von Hochleistungsbeschichtungen für Zerspanwerkzeuge und Bauteile in den kommenden Wochen eine Lösung zu erarbeiten, mit dem das Unternehmen am Markt bestehen kann. "Trotz starken Umsatzrückgangs vor Insolvenzantragstellung sind die Produkte und Dienstleistungen von Cemecon am Markt weiterhin gefragt“, sagt Georg. Aufgrund der globalen Wirtschafts- und Branchenkrise müsse sich Cemecon aber anpassen und neu aufstellen.
Der Insolvenzverwalter hatte in der vergangenen Woche angekündigt, bei den Sachkosten mehr als 60 Prozent einsparen und etwa 100 Voll- und Teilzeitstellen abbauen zu müssen. Mit dem Betriebsrat wurde nach intensiven Verhandlungen ein Interessensausgleich verabschiedet. Den Festangestellten wurde der Eintritt in eine Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft angeboten. Von ihr werden sie bis zu sechs Monate angestellt, erhalten etwa 80 Prozent ihres letzten Nettolohns und werden auf neue berufliche Herausforderungen vorbereitet. Etwa 90 Prozent der Festangestellten deren Arbeitsplätze abgebaut werden mussten haben dieses Angebot angenommen.