Berlin. Die Schadstoff-Emissionen von Lkw in Europa werden in den kommenden Jahren nicht sinken, wenn es keine gesetzlichen Vorgaben gibt. Das ist das Ergebnis einer Studie des International Council on Clean Transportation (ICCT). In den USA sind neue Grenzwerte per Gesetz eingeführt worden, weshalb das ICCT dort in den kommenden Jahren deutlich weniger Abgase erwartet. Die Organisation rechnet damit, dass die Lkw-Flotte in Europa künftig technologisch hinter die in den USA zurückfallen wird. Für die Studie hat die Organisation Daten zum europäischen Markt für schwere Nutzfahrzeuge analysiert und die Situation mit der in den USA verglichen.
"Die EU verfolgt für neue Lkw derzeit einen ähnlichen Ansatz wie vor mehr als zehn Jahren für Pkw, gestützt einzig und allein auf eine verbesserteKundeninformation und freiwillige Verpflichtungen der Hersteller. Für eine deutliche Absenkung des Verbrauchs und der Emissionen von Lkwbraucht es jedoch gesetzlich verbindliche Standards, so wie dies heute auch im Pkw-Bereich der Fall ist", sagt Dr. Peter Mock, der Geschäftsführer des ICCT in Europa.
In anderen Ländern, unter anderem in den USA, Japan, China und Kanada, gibt es bereits gesetzliche Grenzwerte für die Emissionen von Lkw.