Sevilla. Hyundai will den neuen Kompaktwagen i30 am 23. März in den deutschen Handel einführen. Die anderen europäischen Märkte sollen sukzessive folgen. Auf die fünftürige Schräghecklimousine folgt voraussichtlich im August dieses Jahres die Kombiversion, erfuhr Automobilwoche am Rande der Fahrpräsentation im spanischen Sevilla. Der Produktionsstart für die dreitürige i30-Variante ist für November 2012 geplant. Das Fahrzeug wird im tschechischen Werk in Nosovice gefertigt. Die zweite Generation des i30 hat in den Dimensionen nur unwesentlich zugelegt und misst jetzt in der Länge 4,30 Meter, in der Breite 1,78 Meter und in der Höhe 1,47 Meter. Entworfen wurde das Auto von Thomas Bürkle, dem Designchef von Hyundai Europe. Die markante Front des i30 ist geprägt durch einen Hexagonal-Kühlergrill und Scheinwerfer, die den Augen eines Falken nachempfunden sind.
Die Koreaner wollen mit dem Volumenmodell verstärkt Käufer von Fremdmarken abwerben. Neben französischen Wettbewerbern wie Peugeot oder Renault zielt Hyundai mit dem i30 direkt auf Kunden von Volkswagen, Ford und Opel. Die Asiaten führen den Kompakten zum Basispreis von 15.850 Euro ein. Damit ist er 300 Euro teurer als sein Vorgänger, aber immer noch etwas günstiger als die Konkurrenz. So ist der Opel Astra ab 15.900 Euro zu haben, den VW Golf gibt es ab 16.975 Euro, den Ford Focus ab 16.850 Euro.. Hyundai stellt fünf Motorvarianten zur Wahl: Einen 1,4-Liter-Benziner mit 100 PS, einen 1,6-Liter Benziner (135 PS), sowie den Diesel 1.4 CRDi mit 90 PS und den 1.6 CRDi mit wahlweise 110 oder 128 PS. Mit dem Umweltmodell i30 blue 1.6 CRDi bringt die Marke zum ersten Mal ein Modell im C-Segment, das weniger als 100 Gramm CO2 pro Kilometer ausstößt. Nach Angaben des Herstellers beträgt der CO2-Wert bei einem Normverbrauch von 3,7 Liter nur 97 g/km. Das Auto ist ein wichtiger Baustein in der Wachstumsstrategie von Hyundai. Vom i30 der ersten Generation wurden seit der Einführung im Jahr 2007 rund 400.000 Einheiten in Europa abgesetzt, davon mehr als 100.000 in Deutschland. Ziel von Hyundais Europachef Allan Rushforth ist es nun, "den Absatz auf jährlich 120.000 Einheiten zu steigern“. Das Unternehmen hat sich für dieses Jahr ehrgeizige Ziele gesetzt. In Europa will der Autobauer den Absatz um 15 Prozent auf 465.000 Einheiten steigern, der Marktanteil soll Ende des Jahres 3,5 Prozent betragen.Hyundai schickt i30 ins Rennen gegen Golf und Focus
Der koreanische Importeur Hyundai bringt die zweite Generation des i30 am 23. März zum Preis von 15.850 Euro auf den Markt, die Kombi-Variante folgt im August. Die Produktion der dreitürigen Version soll im November anlaufen. Europa-Chef Rushforth will jährlich 120.000 Einheiten des Kompaktklasse-Modells absetzen und verstärkt Käufer von VW, Opel und Ford abwerben.
Marktanteil von fünf Prozent angestrebt
2011 verkaufte Hyundai in Europa 382.255 Autos, ein Zuwachs von 10,4 Prozent. Der Marktanteil betrug 2,9 Prozent. Auch in Deutschland kommen auf den neuen Hyundai-Chef Markus Schrick, der seinen Job am ersten März dieses Jahres antritt, große Herausforderungen zu: 2012 sollen hierzulande mindestens 90.000 Autos verkauft werden, auch die Zahl 100.000 wurde kürzlich auf der Händlertagung in Hannover schon genannt. Spätestens 2015 wollen die Koreaner in Deutschland einen Marktanteil von fünf Prozent halten. (Foto: Hyundai)
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