Lippstadt. Der Licht und Elektronikspezialist Hella will die Abhängigkeit vom Automobilgeschäft verringern und ein neues Geschäftsfeld im Non-Automotive-Bereich aufbauen. Nach Angaben von Jürgen Behrend, persönlich haftender Gesellschafter des Lippstädter Zulieferers, lassen sich die Kameratechnologie oder Sensoren des Unternehmens künftig beispielsweise auch zur Überwachung von Gebäuden einsetzen.
Hella hat im abgelaufene Geschäftsjahr 2007/2008 (31. Mai) den Umsatz mit den drei Geschäftsbereichen Lichttechnik, Elektronik und Aftermarket um sieben Prozent auf 3,9 Milliarden Euro gesteigert. Damit gehört Hella zu den 100 größten Industrieunternehmen in Deutschland. Das operative Ergebnis (EBIT) erhöhte sich deutlich von 46 Millionen. Euro im Vorjahr auf jetzt 144 Millionen Euro. Dies entspricht einer Umsatzrendite von vier Prozent.
Behrend bewertet dieses Resultat als wichtigen Meilenstein: "Hella ist mit Ablauf des Geschäftsjahres 2007/08 praktisch schuldenfrei. Wir erachten dies als einen wesentlichen Beweis unserer wirtschaftlichen und finanziellen Handlungsfähigkeit - nicht zuletzt auch für unsere Kunden." Diese positive Entwicklung hat auch die Rating-Agentur Moody's in ihrer jährlichen Bonitätsprüfung bestätigt. Trotz schlechter werdender Aussichten für die Automobilzuliefererindustrie sieht Moody's Hella auf einem guten Kurs. Mit der Bestätigung des Bonitätsratings "Investment Grade, Baa3, stabil" wird insbesondere die solide und ausreichende Liquiditätsausstattung des Unternehmens herausgehoben.