Als erste Stadt in Deutschland hat Hamburg Schilder für Fahrverbote von Dieselfahrzeugen montieren lassen. Bisher sind die an zwei besonders belasteten Straßenabschnitten angebrachten Schilder allerdings noch durch rote Plastikkreuze ungültig gemacht. Wann sie in Kraft treten, steht noch nicht fest, die Hanseaten warten noch auf die schriftliche Begründung des Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zum Dieselfahrverboten. Man wolle die Schilder aber "auf jeden Fall noch in diesem Monat scharf stellen" zitiert das "Handelsblatt" einen Behördensprecher. Experten erwartet einen Start in der kommenden Woche.
Hamburg bereitet Diesel-Fahrverbote vor
Unklar ist auch noch, bis zu welcher Abgasnorm Dieselfahrzeuge die Straßen dennoch befahren dürfen. Bislang verbieten die Schilder eine Einfahrt "bis Euro V", so dass nur Fahrzeuge Diesel mit Euro-6-Norm weiterfahren dürften. Das kann sich aber noch ändern, wie der NDR erfahren hat. Von dem Verbot betroffen sind nicht wie bei den Umweltzonen ganze Stadtbezirke, sondern nur zwei Straßenabschnitte: Ein 580 Meter langer Teil der Max-Brauer-Allee und ein 1,7 Kilometer langer Teil der Stresemannstraße, der nur für ältere Lkw mit Dieselmotor gesperrt wird.
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