GM-Präsident Dan Ammann kündigte auf einer Investorenkonferenz an, GM werde in dicht besiedelten Gebieten ab 2019 autonom fahrende Ridesharing-Fahrzeuge anbieten. Die Erwartungen sind hoch: Der Umsatz mit diesen Flotten soll schon kurz nach dem Start im Milliardenbereich liegen. "Automotive News" zufolge war es die erste offizielle Bestätigung dafür, dass GM in das Geschäft mit Fahrdiensten einsteigen und dabei mit Uber, Lyft und anderen Anbietern konkurrieren will. GM ist als Investor an Lyft beteiligt. Finanzvorstand Chuck Stevens sagte, das Geschäft mit den Mobilitätsangeboten sei "potenziell größer" als das Kerngeschäft von GM, weil die Margen höher seien.
Momentan laufen Tests mit autonom fahrenden Chevrolet Bolt in verschiedenen Städten in den USA. Als Schwelle zur Profitabilität nannte Ammann die Schwelle von einem Dollar pro Meile für den Betrieb autonom fahrender Autos. GM will bis 2025 auf diesen Wert kommen. Momentan liegen die Kosten noch bei drei Dollar, inklusive der Bezahlung des Fahrers. Neben der Bezahlung des Fahrers, die künftig entfällt, sollen vor allem die kosten für die Lidar-Sensoren sinken: Momentan liegen sie bei 20.000 Dollar, die nächste Generation soll für die Hälfte zu haben sein. Bei GM arbeiten derzeit rund 1200 Personen an der Entwicklung autonom fahrender Autos, Im kommenden Jahr soll die Zahl auf 2100 steigen.
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