Berlin. "Vor dem Hintergrund, dass die elektronikbasierten Funktionen im Automobil weiter drastisch ansteigen, werden sichere und zuverlässige softwarebasierte, eingebettete Systeme zur Grundvoraussetzung für die Entwicklung moderner Kraftfahrzeuge,“ betont Frank-Peter Böhm, Chief Executive Officer der OpenSynergy GmbH. Das Softwareunternehmen ist Partner in dem Forschungsprojekt VirtuOS (Virtuelle Architekturen in Automotiven Softwaresystemen), das mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionalentwicklung (EFRE) und des Zukunftsfonds Berlin gefördert wird. Weitere Projektpartner sind die Technische Universität Berlin, Fachgebiet Softwaretechnik (SWT) am Institut für Softwaretechnik und Theoretische Informatik, und das Fraunhofer-Institut für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik FIRST. Gemeinsam entwickeln die Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft Prozesse, Werkzeuge und Methoden, damit die Softwarefunktionen im Auto diesem Qualitätsanspruch voll genügen können.
Zukünftig werden in Fahrzeugen mehrere Funktionen auf weniger, aber dafür leistungsfähigeren Steuergeräten integriert, um Kosten zu sparen und das Gewicht der Fahrzeuge zu reduzieren. Dabei können Applikationen auf einem Steuergerät laufen, die sehr unterschiedlich sind, wie beispielsweise Infotainment-Applikationen und Fahrerassistenzsysteme (Park-Distance Control, Spurhalteassistenz oder Verkehrsschilderkennung). Darüber hinaus können verschiedene Funktionen, die auf dem neuen Entwicklungsstandard für Software in Autos, AUTOSAR, basieren und von unterschiedlichen Zulieferern stammen, auf einer Hardware zusammengeführt werden. Voraussetzung dafür ist, dass schon die Plattform, auf der implementiert werden soll, sicherstellt, dass es zu keinen gegenseitigen Beeinflussungen der Funktionen kommt und die Funktionssicherheit gewährleistet bleibt.