Amberg. Der Autozulieferer Grammer erreichte nach einem auftragsschwachen ersten Halbjahr einen Konzernumsatz in Höhe von 341,7 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang um 37,6 Prozent. Wie vom Unternehmen erwartet fiel das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in den ersten sechs Monaten negativ aus und liegt mit Minus 19,4 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahreswert von 21,9 Millionen Euro. Insbesondere wirkten Einmalaufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von 9,8 Millionen Euro ergebnisbelastend aus, heißt es beim Zulieferer. Zwar greifen die eingeleiteten Maßnahmen zur Kapazitätsanpassung, die Kosten konnten jedoch noch nicht proportional zum Umsatzeinbruch gesenkt werden. Rolf-Dieter Kempis, Vorstandsvoristzender der Grammer AG bedauert, dass das Unternehmen kaum von der Abwrackprämie profitieren konnte und begründete dies mit der Konzertration des Unternehmens auf die Premiummarken.
Innerhalb der Regionen war Europa mit einem Minus von 38,2 Prozent auf 249,7 Millionen Euro Umsatz besonders betroffen. In Nord- und Südamerika halbierte sich der Umsatz nahezu auf 44,4 Millionen Euro (Vorjahr 82,6 Millionen Euro). Lediglich in Asien waren nur leichte Abschläge in beiden Segmenten zu verzeichnen. "Wir rechnen damit, dass die Lage auf den relevanten Märkten weiterhin angespannt bleibt. Zwar scheint im Geschäftsfeld Automotive die Talsohle erreicht zu sein, für Seating Systems erwarten wir aber noch weitere Produktionskürzungen der Kunden“, so Kempis.