Paris/Tokio. Der französische Autokonzern PSA hat sich zu einer Ehe mit dem angeschlagenen japanischen Autobauer Mitsubishi entschieden. PSA erklärte am Donnerstag, die Verbindung könne in eine "strategische Partnerschaft" münden. Dies muss die Wettbewerber im Volumensegment aufhorchen lassen.
Schon lange kritisieren Analysten und Branchenexperten sowohl bei PSA wie auch bei Mitsubishi strategische Defizite. Beide Hersteller sind zu klein, um auf dem globaler werdenden Markt im Volumensegment auf Dauer mithalten zu können. Zusammengenommen kämen beide Hersteller auf jährlich rund 4,5 Millionen Fahrzeuge, womit sie in der Weltrangliste Platz sechs belegen würden. PSA verkaufte im vergangenen Jahr 3,26 Millionen Fahrzeuge, Mitsubishi 1,19 Millionen.
Beide Hersteller stehen auch finanziell enorm unter Druck. PSA hatte Anfang des Jahres - ebenso wie Renault - einen zinsgünstigen Staatskredit über drei Milliarden Euro über eine Laufzeit von fünf Jahren erhalten. Mitsubishi wies Ende Oktober einen Nettoverlust von umgerechnet 280 Millionen Euro im abgelaufenen Geschäftsquartal aus, binnen Jahresfrist halbierte sich der Umsatz des japanischen Herstellers.
Für Mitsubishi zumindest scheint sich die angedachte Ehe schon jetzt gelohnt zu haben: An der Börse in Tokio kletterte die Aktie des Herstellers am Donnerstag um rund 13 Prozent.