Frankfurt am Main. Laut einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Frost & Sullivan wird im nächsten Jahr fast jeder Autohersteller Apps entwickeln und über die allgemein bekannten App-Stores vertreiben. Das Interesse von Handyherstellern wie HTC, Samsung, LG und Sony an dem Standard Nokia MirrorLink zeigt dessen Potential, zu einem Industriestandard zu werden, und ermöglicht Autoherstellern, Apps zu standardisieren und daraus Umsätze zu gewinnen.
"Mobile Apps haben bereits im Verbrauchersegment zu einer Revolution geführt und sich zu einem machtvollen alternativen Geschäftsmodell und einer guten Umsatzquelle für Handyhersteller entwickelt“, erklärt Frost & Sullivan Research Analyst Krishna Jayaraman. "Obwohl für den Automarkt nicht von einer ähnlichen Situation ausgegangen werden kann, ermutigen Standards wie MirrorLink und andere Entwicklungen die Autohersteller, in Zukunft auf Smartphone-Apps zu setzen. Eine wichtige treibende Kraft ist hierbei zudem der verstärkte Schwerpunkt auf HMI-Planung und -Entwicklung.”
Technologien für Smartphone-Schnittstellen, wie Ford SYNC Applink, Nokia MirrorLink und zahlreiche andere Konzepte haben Autohersteller davon überzeugt, Smartphones und die entsprechenden Apps nicht als Bedrohung, sondern als zusätzliche Umsatzquelle und Anziehungsfaktor zu sehen. Dadurch, und durch das Aufkommen von Touchscreens und erweiterten sprachbasierten Benutzerschnittstellen im Fahrzeuginneren, ist es für Autohersteller an der Zeit, diese Antriebskräfte zu nutzen und daraus eine zusätzliche Einnahmequelle zu machen, heißt es in der Studie.