Köln. Ford-Deutschlandchef Bernhard Mattes stellt sich vehement gegen eine degressive Form der Abwrackprämie, wie sie jetzt in der SPD favorisiert wird. "Ich halte überhaupt nichts von weiteren Experimenten bei der Umweltprämie. Sie ist gerade deshalb so erfolgreich, weil sie ein klares und unmissverständliches Signal an die Verbraucher sendet," sagte Mattes der Automobilwoche. Zuvor hatte der Ford-Chef bereits eine europaweite Umweltprämie in die Diskussion gebracht. Diese sollte in etwa die Größe haben wie in Deutschland, weil es sich gezeigt habe, dass die dort vom Staat gezahlten 2500 Euro ein wirksamer Hebel seien.
In der SPD wird unterdessen über eine schrittweise Kappung der Prämie diskutiert. SPD-Haushaltsexperte Carsten Schneider sagte, eine gestaffelte Prämie könne den Kunden klar machen, dass die staatliche Unterstützung bald auslaufe. Danach bekämen Autokäufer, die sich rasch entscheiden, noch die vollen 2500 Euro ausbezahlt. Wer erst später einen neuen Wagen ordert, erhielte dann nur noch 2000 oder 1500 Euro Bonus.Auch SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann sagte, es werde nach einem "intelligenten Konzept gesucht, mit dem Verwerfungen vermieden werden". Denkbar sei eine Anschlussregelung mit degressiver Entwicklung, sagte Oppermann.