Genf/Köln. Ford beschleunigt nach langem Zögern seine Pläne zur Elektromobilität in Europa und will bis 2013 insgesamt fünf verschiedene Elektro- und Hybridfahrzeuge serienreif auf den Markt bringen. Starten wird Ford mit seiner Elektro-Offensive im kommenden Jahr mit einem rein elektrisch betriebenen Lieferwagen Transit Connect. Dies hatte Ford schon im vergangenen Jahr angekündigt.
2012 werde nun auch eine elektrische Version des neuen Focus auf den Markt kommen, teilte Ford am Donnerstag mit. Dabei setzt Ford die neue globale C-Plattform ein. In den USA und Kanada kommt der E-Focus bereits 2011 auf den Markt.
2013 sollen dann nach Angaben von Ford auch zwei neue Hybrid-Pkw mit E-Motor und Benzinmotor sowie ein Plug-in-Hybrid-Fahrzeug in den europäischen Showrooms stehen.
"Wir sehen, dass eine einzige Technologie nicht die Bedürfnisse aller Kunden abdeckt," sagte Fords globaler Entwicklungschef Derrick Kuzak. Beim Aufbau einer elektrischen Autoflotte greife Ford vorrangig auf die neuen und künftigen Weltplattformen wie den Focus zurück, kündigte Kuzak an. Dies sei auch im Hinblick auf die Kosten der beste Weg, fügte er hinzu. Erst durch die neue globale Architektur der neuen Ford-Fahrzeuge, beginnend mit dem neuen Focus, werde dieses Elektro-Angebot möglich.
"Es gibt eine wachsende Nachfrage unter unseren Kunden in Europa nach Elektrofahrzeugen," sagte auch der Europachef des Autobauers, John Fleming. "Deshalb verstärken wir unsere Anstrengungen und bringen diese neuen Modelle auf den Markt."