Ford wird das in China produzierte Modell Focus Active aufgrund des Handelsstreits nicht in die USA importieren. US-Präsident Donald Trump hatte daraufhin auf Twitter geschrieben, das Modell könnte stattdessen in den USA gebaut werden und Ford müsse keine Zölle bezahlen. Diese Hoffnung hat Ford nun zunichte gemacht: Aufgrund der niedrigen Absatzprognosen sei eine Produktion in den USA nicht profitabel, erklärte der Hersteller. Ford erwartet weniger als 50.000 verkaufte Fahrzeuge pro Jahr. Das Modell wird also zumindest vorerst gar nicht in den USA angeboten. Ford verkauft allein in den USA jährlich rund 2,5 Millionen Autos, die Auswirkungen werden sich also in Grenzen halten.
Ford will not build the vehicle in the US, the company has said. https://t.co/EtKYNi2xSY
— Ian Thibodeau (@Ian_Thibodeau) 9. September 2018
Die USA haben auf Trumps Anordnung hin Strafzölle gegen China verhängt, das seinerseits mit Strafzöllen reagiert hat. Der Konflikt schaukelt sich hoch, zuletzt hat Trump Strafzölle in Höhe von 267 Milliarden Dollar angekündigt.
Weil sich die Vorlieben der Kunden geändert haben, will Ford in den kommenden Jahren den Verkauf aller Kompaktwagen und Limousinen in den USA einstellen und nur noch den Mustang sowie SUVs und Pick-ups anbieten. Auch in Europa steht ein großer Umbau bevor.
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