Köln. Überraschungscoup an der Spitze von Ford in Deutschland: Vertriebs- und Marketingchef Jürgen Stackmann, der die Marke in den vergangenen Jahren auf einen stabilen sieben-Prozent-Anteil in Deutschland gebracht hat, verlässt das Unternehmen. Er habe eine andere Aufgabe außerhalb des Unternehmens angenommen, teilte Ford am Donnerstag mit. Die Automobilwoche erfuhr aus dem Branchenumfeld, dass der 48-jährige Manager eine maßgebliche Position im Volkswagen-Konzern übernehme.
Stackmanns Nachfolger als Vertriebschef Deutschland wird der bisherige Verkaufsdirektor Wolfgang Booms (42). Allerdings wird Booms nicht wie zuletzt Stackmann auch gleichzeitig Stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung sein. Dazu war Stackmann erst im vergangenen Oktober ernannt worden. Booms berichtet an Deutschlandchef Bernhard Mattes und an Roelant de Waard, den Vizepräsidenten von Ford of Europe für den Bereich Vertrieb.
"Mit der Übertragung der Aufgaben von Herrn Stackmann an Herrn Booms ist die Kontinuität im Ford-Vertrieb und Marketing gewährleistet," sagte Deutschlandchef Bernhard Mattes der Automobilwoche. Zu den Gründen für Stackmanns Fortgang wollte er sich nicht äußern. "Er hat das Angebot eines anderen Unternehmens angenommen, das offenbar sehr attraktiv ist."
Booms ist ein erfahrener Vertriebsprofi und kam schon 1993 zu Ford. Viele Ford-Händler schätzen ihn als kompetent und umgänglich ein. Stackmanns Veränderung sei eine rein persönlich getroffene Entscheidung, hieß dazu in seinem Umfeld. In der Pressemitteilung von Ford ist allerdings kein Wort des Dankes an Stackmann enthalten.
Die Nachfolge von Booms hat Ford ebenfalls bereits geregelt: Seine Position übernehme Wolfgang Koppelin (42), teilte das Unternehmen mit. Koppelin war bisher Direktor für Produktmarketing bei Ford of Europe in Köln. Zwischen 2007 und 2009 war er Generaldirektor von Ford in der Schweiz.