Köln. Ford hat den Erfolg des Vorjahres im ersten Halbjahr 2010 nicht wiederholen können. In den ersten sechs Monaten des Jahres sanken die Zulassungen in den 19 wichtigsten europäischen Staaten auf 716.900 Einheiten, ein Minus von 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im Juni allein schrumpfte der Absatz um 17 Prozent, während der Gesamtmarkt nur um 4,7 Prozent kleiner wurde.
Europa-Vertriebschef Ingvar Sviggum nannte am Dienstag als Hauptgrund für die rückläufige Entwicklung die auslaufende Auslieferung von Fahrzeugen aus der Phase der europäischen Abwrackprämien und die anhaltende Schwäche der Wirtschaftserholung in Europa. Breite Preissenkungen oder Rabatte werde es aber nicht geben, sagte Sviggum bei einer Telefonkonferenz mit europäischen Journalisten.
"Wir haben einen soliden Plan, um mit dieser Situation fertig zu werden," sagte Sviggum. Ford werde sich weiter aus bestimmten Geschäftsbereichen zurückziehen, die nicht profitabel seien, auch wenn dies auf Kosten der Marktanteile gehe, betonte er. "Wir glauben, dass massive Preisabschläge das Markenimage beschädigen und den Markt insgesamt noch mehr schwächen."
Auch auf Instrument Eigenzulassungen werde Ford nicht verstärkt zurückgreifen. "Ich sage nicht, dass wir da nichts tun. Aber man muss eine Balance finden. Je mehr man das zulässt, um so mehr beschädigt man die Marke." Derzeit sei nicht geplant, die Produktionskapazitäten weiter herunterzufahren, sagte Sviggum weiter.