Chongqing (China). Die beiden Autobauer Ford und Mazda und ihr chinesischer Partner Chongqing Changan teilen ihr Gemeinschaftsunternehmen auf. Künftig soll es zwei Firmen geben. Die chinesische Regierung habe ihre Zustimmung für die Aufspaltung erteilt, berichtete die Nachrichtenagentur "Reuters" am Montag unter Berufung auf Ford-Vorstandschef Alan Mulally.
Ford und Mazda teilen sich zwei große Werke in Chonqing und Nanjing. Das bisherige Unternehmen Changan Ford Mazda Automobile (CFMA) wird in zwei Firmen geteilt: Changan Ford Automobile übernimmt das Werk in Chonqing, Changan Mazda Automobile übernimmt die Fabrik in Nanjing.Grund für die Trennung ist nach Informationen von "Reuters", dass die beiden Firmen keinen Grund mehr sehen, ihre Strategie zu koordinieren, nachdem Ford seit 2008 seinen Anteil an Mazda von 33 auf drei Prozent reduziert hat, um an frisches Geld zu kommen. Beide wollen jetzt mehr operative Freiheit haben, um ihre Geschäfte in China voran zu treiben.Mulally kündigte an, dass Ford in China expandieren will und im Zuge dessen für 600 Millionen Dollar, umgerechnet 480,5 Millionen Euro, ein neues Werk in Chonqing bauen will. Bis 2020 will Ford seine Produktion trotz aller Warnungen vor drohenden Überkapazitäten auf jährlich 1,2 Millionen Autos verdoppeln. "Die Region Asien-Pazifik ist so ein fantastischer Wachstumsmarkt – und China ganz besonders“, sagte Mulally. "Trotz einer kleinen Abkühlung liegt das Wachstum immer noch bei rund zehn Prozent, das ist doch grandios.“Experten sehen laut einem Bericht der "Financial Times Deutschland“ (Dienstag) schon jetzt Überkapazitäten bei einigen Herstellern. Dazu wäre es allerdings erforderlich, dass der Markt in China wie bisher weiter wächst und dass die westlichen Hersteller ihren Vorsprung gegenüber den chinesischen Autobauern halten können. Und selbst dann bleiben noch die Konkurrenten General Motors und Volkswagen, die in China mit Marktanteilen von 15 beziehungsweise 18 Prozent weit vor Ford mit drei Prozent liegen. Chancen werden Mulallys Unternehmen vor allem im SUV-Segment eingeräumt.Ford und Mazda beenden Zusammenarbeit in China
Die drei Partner Ford, Mazda und Chongqing Changan haben von der chinesischen Regierung die Erlaubnis erhalten, ihr Gemeinschaftsunternehmen in zwei Firmen aufzuteilen.
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