Köln. Die deutschen Ford-Werke beenden nach jahrelanger Unterstützung ihr Engagement für den Kölner Marathon, das größte Sport-Ereignis in Köln. Die Entscheidung traf Ford-Deutschland-Vertriebschef Jürgen Stackmann.
Zur Begründung erklärte Ford, die Resonanz in den Medien sei nicht so wie gewünscht gewesen. Insbesondere habe der WDR für 2010 angekündigt, den Lauf nicht mehr übertragen zu wollen. Auch für 2009 sei die Übertragung noch ungewiss. „Diese bedauerliche Situation macht das erhebliche finanzielle Engagement des Titelsponsors und darüber hinaus die Stellung von Fahrzeugen unmöglich“, sagte Stackmann. Schließlich habe Ford in Zusammenarbeit mit der Stadt Köln diese Sportveranstaltung erst ins Leben gerufen. "Um so mehr bedauern wir unsere Entscheidung", sagte Stackmann.
Überdies habe das Interesse von Hobbysportlern an der klassischen Marathon-disziplin über 42,195 Kilometer deutlich nachgelassen. Die entsprechenden Anmeldezahlen beim Kölner Marathon belegen dies: Mit 18.231 Anmeldungen für die Langstrecke konnte der Kölner Lauf 2003 seinen absoluten Spitzenwert erreichen. Danach schrumpfte diese Zahl Jahr für Jahr bis auf zuletzt 9959 Anmeldungen im Jahr 2008 und lag damit bereits unter den Anmeldungen bei der Premiere des Laufes im Jahr 1995.