Berlin. Ford sieht seine vor fünf Jahren begonnene weltweite Restrukturierungsphase für beendet an und will jetzt verschlankt und gestärkt Marktanteile gewinnen."One Ford ist ein voller Erfolg. Wir haben den Turn Around aus eigener Kraft geschafft und schalten jetzt um auf Offensive", sagte am Donnerstag beim Kongress der Automobilwoche in Berlin der Leiter der Ford-Produktentwicklung in Deutschland, Caspar Dirk Hohage.
Die Trennungen von Jaguar, Land Rover, Volvo und der Mazda-Beteiligung seien schmerzhaft, aber nötig gewesen, sagte Hohage. Die Ein-Marken-Ausrichtung habe Ford in praktisch allen Belangen deutlich gestärkt, betonte der 51-jährige Manager. Dies betreffe Umsatz, Gewinn, Finanzkraft, Qualität und Innovationsstärke.
"Ford war im Jahr 2000 in vielen Bereichen nicht mehr wettbewerbsfähig", blickte Hohage zurück. Der Konzern war damals hoch verschuldet, hatte ein zu komplexes Produktportfolio und war durch verkrustete Strukturen innerlich gelähmt. "Es war eine Art Kulturrevolution nötig, um das hinter sich zu lassen", so Hohage. Diese Revolution besteht in der im Jahr 2006 global eingeläuteten "One Ford"-Strategie, deren wichtigster sichtbarer Schritt die Konzentration auf die Marke Ford ist.