Köln/Berlin. Ford wird ab dem 1. Januar erstmals mit einer eigenen Repräsentanz in Berlin vertreten sein und folgt damit dem Beispiel mehrerer anderer in- und ausländischer Automobilhersteller. Zum 1. Januar werde die Ford Werke GmbH eine Firmenrepräsentanz in Berlin eröffnen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Die Leitung des Büros übernimmt Clemens Doepgen (43). Zugleich ist Doepgen auch Vertreter von Ford of Europe in Berlin, wie er im Gespräch mit der Automobilwoche erklärte.
"Zu Beginn der Wirtschaftskriste hatte sich gezeigt, dass die Bundesregierung als einzige europäische Regierung in Europa rasch und konsequent reagierte. Das hat unser Top-Management in der Einschätzung bestärkt, die Präsenz des Unternehmens in Berlin zu verstärken," begründete Doepgen die Gründung des Lobby-Büros.
Mit dem Berliner Büro wolle Ford außerdem die Verzahnung mit dem Verband der Automobilindustrie (VDA) intensivieren. "Im Europa des Lissabon-Vertrages wird es für große Unternehmen wie Ford immer wichtiger, bei wichtigen Regierungen direkt vor Ort die Entscheidungsprozesse zu begleiten," erklärte Doepgen weiter.
Doepgens Titel lautet Beauftragter der Geschäftsführung für Regierungs- und Verbandsangelegenheiten. Er trägt damit die Verantwortung für das Lobbying der Ford-Werke in Deutschland. Doepgen kennt dieses Geschäft bestens, denn er war zuvor Lobbyist für Ford in Brüssel. Als Direktor für die Europaangelegenheiten von Ford in Brüssel war er unter anderem für die Kontakte zu allen EU-Institutionen und für die Führung des europäischen Governmental Affairs Teams verantwortlich. Seine Arbeit in Brüssel wird nun von dem Briten Liam Benham fortgeführt.
Der bislang für die Lobbyarbeit in Deutschland zuständige Reiner Steilen (57) werde als Direktor Regierungsangelegenheiten weiter auch an bundespolitischen Themen arbeiten, teilte Ford mit. Er werde die Kontakte zu den Bundesländern koordinieren und zusätzliche europäische Lobbyingaufgaben übernehmen.