Köln. Ford rechnet für 2010 in Deutschland mit rund drei Millionen Neuzulassungen und damit am oberen Ende der meisten Expertenerwartungen. Er erwarte ein stabiles Geschäft bei Kompakt- und Mittelklassefahrzeugen. Schwieriger als 2009 werde es aber im Bereich der Klein- und Kleinstwagen, sagte am Montag der stellvertretende Verkaufschef von Ford in Europa, Roelant de Waard.
"Die Konjunkturindikatoren weisen seit einiger Zeit wieder auf eine leichte Besserung hin," begründete de Waard seinen verhalten optimistischen Ausblick. "Das Klein- und Kleinstwagensegment in Europa wird allerdings stärker unter dem Auslaufen der staatlichen Prämien leiden als die übrigen Segmente," sagte er. In den höheren Segmenten erwarte er für 2010 ein unverändertes Niveau.
Die meisten Experten rechnen für 2010 mit einem noch deutlicheren Absatzeinbruch. Laut VDA werden die Verkäufe voraussichtlich auf 2,75 bis 3,0 Millionen Fahrzeuge zurückgehen. In dem in wenigen Tagen auslaufenden Jahr 2009 erwartet der Verband dank der Abwrackprämie gut 3,8 Millionen Neuzulassungen. Das würde einem Anstieg von nahezu einem Viertel im Vergleich zum Vorjahr entsprechen.