Köln. Die Ankündigung der GM-Tochter Chevrolet, die Sportwagenikone Camaro ab 2011 auch regulär in Europa anzubieten, sorgt für Nachdenklichkeit bei Ford. Der Erzrivale von General Motors erwägt nun seinerseits die Einführung seines Klassikers Mustang in Europa. Eine Entscheidung dazu sei aber noch nicht gefallen, sagte der Automobilwoche der stellvertretende Verkaufschef von Ford of Europe, Roelant de Waard.
"Wir schauen uns an, was im Markt geschieht und wir sagen niemals nie," sagte de Waard. Ford sei die jüngste Entwicklung bei Chevrolet bekannt, fügte er mit Blick auf den Camaro hinzu. "Derzeit haben wir aber keinen konkreten Plan, den Mustang in Europa einzuführen," fügte er hinzu.
Ein Direktangebot des Herstellers könnte nach Einschätzung von US-Car-Spezialisten satte Gewinne für Ford & Co abwerfen. "Ford hat sich mit dem Mustang einen dicken Fisch von der Angel nehmen lassen," sagt Thomas Frankenstein, Redakteur des auf US-Cars spezialisierten Onlinemagazins AmeriCar.de. "Viele Ford-Händler und frei Importeure haben den Mustang längst auf eigene Kappe aus den USA importiert und verkaufen ihn auch gut."