Das Erdbeben in Japan zieht weitere Folgen nach sich: Mazda gab am Wochenende bekannt, vorerst keine Bestellungen aus den USA mehr zu bearbeiten. Das berichtet unsere Schwesterzeitschrift Automotive News. Das Unternehmen reagierte damit auf die Notwendigkeit, seine erst vor kurzem wieder eröffneten Fabriken erneut schließen zu müssen. Betroffen sind Fahrzeuge, die eigentlich im Mai hätten ausgeliefert werden sollen. Es sei noch nicht klar, wann wieder Bestellungen aus den USA bearbeitet werden könnten, teilte Mazda mit. Der Hersteller importiert die Modelle Mazda2, Mazda3, Mazda5, Madzda MX-5 Miata, RX-8, CX-7 und CX-9 aus Japan. Die Werke waren seit dem Erdbeben geschlossen und hatten erst vor ein paar Tagen wieder den Betrieb aufgenommen - unter Nutzung von vorrätigen Teilen. Jetzt müssen sie erneut schließen, weil ihnen Teile fehlen und die Stromversorgung nicht gesichert ist. Im Gegensatz zu anderern japanischen Herstellern, beispielsweise Toyota, importiert Mazda den Großteil seiner in den USA verkauften Fahrzeuge aus Japan. Toyota dagegen produziert vor Ort in den USA.
Nach Opel könnten in den kommenden Wochen auch VW und Ford gezwungen sein, Ihre Produktion zu drosseln, wenn Teile aus Japan ausbleiben. Die Produktion in dieser Woche sei gesichert, sagte ein VW-Sprecher. Darüber hinaus wollte er sich nicht äußern. Auch Ford "beobachtet" nach Unternehmensangaben die Situation. Bisher seien keine Versorgungsengpässe aufgetreten, hieß es in Köln.
Unsere Schwesterzeitung Automotive News Europe berichtet allerdings, dass die Produktion im belgischen Ford-Werk in Genk ab dem 4. April für fünf Tage stillstehen soll. Dort werden die Vans Galaxy und S-Max sowie der Mondeo gebaut. Ford betonte, dass die Unterbrechung der Produktion lediglich eine vorbeugende Maßnahme sei, um sicherzustellen, dass man genügend Teile zur Verfügung habe.
Hondas Forschungs- und Entwicklungszentrum wird für mindestens zwei Wochen geschlossen, während das beschädigte Gebäude repariert wird. Die Mitarbeiter sollen in der Zwischenzeit an anderen Standorten arbeiten.