Aachen. Ford hat ein Verfahren zur Messung der "gefühlten" Temperatur auf Oberflächen entwickelt. Damit will der Hersteller sicherstellen, dass sich die Oberflächen und Schalter im Fahrzeuginnenraum stets so anfühlen, wie der Kunde es erwartet. Wenn sich aber beispielsweise ein metallener Knopf warm anfühlt, wird die Berührung mit dem Gegenstand von den meisten Menschen als nicht authentisch empfunden. Mit Hilfe der neuen Messmethode will Ford nun die Materialauswahl optimieren und die Haptik dadurch entscheidend verbessern.
Die reale Temperatur von Gegenständen, die weder beheizt noch gekühlt werden, entspricht der der Umgebung. Die "gefühlte" Temperatur, technisch korrekt als Kontakttemperatur bezeichnet, hingegen entsteht durch eine Reizung der Kälterezeptoren in der Haut und bestimmt bei der Berührung eines Gegenstandes das entsprechende Empfinden.
Die Kontakttemperatur kann auf Basis der sogenannten Wärmeeindringzahl berechnet werden. Diese Wärmeeindringzahl beschreibt, mit welcher Intensität die Körperwärme zum berührten Gegenstand abgeführt wird, wodurch die gefühlten Unterschiede entstehen. So leiten beispielsweise Schaumstoffe die Körperwärme kaum ab, Metalle hingegen sehr stark.