Detroit (USA). Der amerikanische Autobauer Ford hat nach Angaben unserer Schwesterzeitung "Automotive News Europe" eine Gewinnwarnung für das erste Quartal herausgegeben. Der Gewinn könne um fast die Hälfte des prognostizierten Wertes sinken, weil der Gewinn in Nordamerika nicht ausreiche, um die Verluste in anderen Teilen der Welt wettzumachen. Nach Schätzungen von Analysten könnte der Gewinn auf 1,34 Milliarden Dollar gefallen sein. Im Vergleich zum Vorjahresquartal, als der Gewinn 2,55 Milliarden Dollar betragen hatte, würde das einen Rückgang um 48 Prozent bedeuten. Am Freitagmorgen, nach deutscher Zeit am frühen Nachmittag, wird der Autobauer seine Bilanz für das abgelaufene Quartal vorlegen.
Ford hat nach Berechnungen von Analysten 225 Millionen Dollar in Europa und Asien verloren. In Nordamerika soll der operative Gewinn bei 1,8 Milliarden Dollar liegen. Dabei zahlt es sich vor allem aus, dass Ford auf Betreiben von Konzernchef Alan Mulally auf sparsame Motoren gesetzt hat."Ford hat sehr gute Arbeit geleistet, vor allem im Marketing, um sich als Spritspar-König innerhalb der Big Three zu positionieren", sagte Brian Johnson, ein Analyst der Investmentbank Barclays. "Aber sie bekommen Gegenwind in Europa, Südamerika und der Region Asien-Pazifik".Ford hat bereits angekündigt, einen Vorsteuer-Verlust von über 190 Millionen Euro in Europa zu melden. Als Grund nannte der Autobauer die Schuldenkrise. In Südamerika ist der Gewinn gefallen, weil der Wettbewerb härter geworden ist. In Asien kämpft Ford immer noch mit den Nachwirkungen der Überflutungen in Thailand, die die Produktion wochenlang beeinträchtigt hatten. (Foto: Ford)Ford-Gewinn stark gefallen
Der Gewinn von Ford könnte im ersten Quartal erheblich geringer ausfallen als erwartet. Weil die Erträge auf dem amerikanischen Heimatmarkt nicht ausreichen, um die Verluste in anderen Teilen der Welt auszugleichen, könnte der Gewinn um fast die Hälfte geringer ausfallen als prognostiziert.
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