London. Ford-Europachef Stephen Odell hat am Dienstag bei einem Spitzentreffen der europäischen Motorenhersteller und Automobilhändler in London zu einer industriefreundlicheren Politik der europäischen Regierungen aufgerufen. Um Europas Automobilindustrie weltweit weiter wettbewerbsfähig aufzustellen, müsse Europa auch auf unnötige Regulierungen verzichten, sagte Odell, der zuvor bei Volvo den Turnaround geschafft hatte.
"Wir brauchen eine effektive, EU-weite Industriepolitik. Und zwar nicht nur für die Automobilindustrie, sondern für die gesamte herstellende Industrie insgesamt", sagte Odell in London. Er hoffe, dass dieser Ansatz von der britischen Regierung unterstützt werde.
In der EU stelle die gesamte Automobilindustrie immerhin zehn Prozent der herstellenden Industrie gemessen am Produktionsvolumen und sogar 35 Prozent gemessen an der Zahl der Beschäftigten, rechnete Odell vor. Direkt hingen in der EU derzeit 2,3 Millionen Jobs von der Autobranche ab, indirekt sogar weitere 10,4 Millionen.