Dearborn (USA). Der zweitgrößte amerikanische Autobauer Ford rechnet auch im zweiten Quartal 2012 mit einem Verlust im Geschäft außerhalb Nordamerikas. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, könnte dieser sogar drei Mal höher ausfallen als im ersten Quartal, als das Unternehmen mit seinem internationalen Geschäft ein Minus von 190 Millionen Dollar, umgerechnet knapp 151 Millionen Euro, erwirtschaftet hat.
Als Grund für seine Erwartungen nennt Ford den harten Wettbewerb in Europa und Südamerika. Der Autobauer hat bisher nicht auf den schwachen Markt in Europa reagiert. Ein Firmensprecher sagte lediglich, dass der Konzern "neue Pläne" für die Region entwickle. Philosophie des Unternehmens sei es aber, "die Produktionskapazitäten immer der Nachfrage anzupassen". Den Rückstand zur Konkurrenz von Volkswagen und General Motors (GM) versucht der Konzern mit Milliarden-Investitionen wettzumachen, die das Ergebnis nun belasten.Auch in den USA läuft das Geschäft nicht mehr so rund wie im ersten Quartal, als Ford mit 2,1 Milliarden Dollar vor Steuern den größten Gewinn seit zwölf Jahren erwirtschaftete. Dort hätten nun die Kosten für die Einführung neuer Modelle belastet. Dennoch rechnet der Konzern damit, dass die Gewinne auf dem Heimatmarkt die Verluste in anderen Regionen mehr als ausgleichen werden. (Foto: Ford)