Paris. Die aktuelle Finanzkrise in Verbindung mit der anhaltend schwachen Nachfrage in mehreren europäischen Ländern zwingt Ford in Europa zum Drosseln der Produktion. "Wir müssen unsere Kapazitäten an die Kundennachfrage anpassen, Deshalb brauchen wir eine Anpassung von zehn bis 15 Prozent als Reaktion auf den Rückgang im Neuwagengeschäft," sagte Ford-Europachef John Fleming der "Automobilwoche" am Donnerstag in Paris beim Autosalon. Die genaue Höhe hänge von der Marktentwicklung ab.
"Wir schauen uns zur Zeit jedes Werk an," sagte zur Frage, in welchen Werken die Kapazität konkret verkleinert werden solle. Es sei noch zu früh, um über mögliche Folgen für die Beschäftigung zu sprechen, fügte er hinzu. In Deutschland wolle Ford vor diesem Hintergrund in nächster Zeit die Zahl der Zeitarbeiter reduzieren. Möglich seien europaweit auch einzelne Ruhetage in den Werken oder andere kurzfristige Maßnahmen, um die Produktion einzudämmen.
Auch die Konstenstrukturen nehme der Konzern derzeit wieder genau unter die Lupe. "Eine umfangreiche Restrukturierung ist aber nicht nötig", betonte er.
Vor allem in Spanien sei Ford wie auch andere Hersteller von einem drastischen Nachfrageeinbruch betroffen. Auch in der Türkei fahre Ford derzeit die Produktion des Transit zurück, sagte Fleming. Im britischen Southampton hatte Ford bereits vor kurzem die Produktion des Transit zurückgefahren. "Im Grunde genommen geht die Nachfrage bei allen Modellen zurück", sagte Fleming.