Köln. Die europäische Ford-Sparte plant einem Zeitungsbericht zufolge, in der Nähe der ostslowakischen Stadt Kechnec ein neues Montagewerk zu errichten. Dieser Plan sei eine Alternative für den Fall, dass Ford im Bemühen um ein früheres Daewoo-Werk in Rumänien nicht zum Zuge komme, berichtete die slowakische Finanzzeitung "Hospodarske Noviny" am Mittwoch.
"Wir verhandeln mit einem namhaften Hersteller, der in Osteuropa höherwertige Fahrzeuge herstellen möchte," sagte der Zeitung der Bürgermeister von Kechnec, Jozef Konkoly. Es gehe dabei um eine Investition in Höhe von mehreren Milliarden slowakischer Kronen und um mehrere hundert Arbeitsplätze. Kechnec liegt rund 20 Kilometer südlich von Kosice, wo der größte US-Stahlerzeuger US-Steel eine bedeutende Produktionsstätte betreibt.
Aus gut informierten Kreisen hieß es, der mögliche Investor sei Ford. Ein Ford-Sprecher im Kölner Ford-Werk wollte dies zunächst nicht kommentieren. Die Getrag Ford Transmissions Slovakia s.r.o. baut in Kechnec ein Werk zur Herstellung von Doppelkupplungsgetrieben auf. Derzeit sind dort 240 Mitarbeiter beschäftigt, geplant sind künftig 780 Mitarbeiter.