Detroit. Der unerwartet hohe Verlust von 8,7 Milliarden Dollar im zweiten Quartal zwingt Ford zu einer drastischen Beschleunigung seiner Restrukturierungsanstrengungen. Das gesamte Modellangebot soll innerhalb der nächsten zwei Jahre massiv umgebaut werden. Dazu sollen vor allem sechs Modelle und Modellvarianten auf der B- und C-Plattform aus Europa beitragen, wie Konzernchef Alan Mulally am Donnerstag bekanntgab (siehe auch weiteren Beitrag auf dieser Webseite).
Konkret sollen so schnell wie möglich der neue Fiesta und der neue Focus nach Nordamerika gebracht werden jeweils als Kompakt- und Limousinenversion mit fünf Türen. Der in diesem Oktober in Europa startende Fiesta soll schon ab Frühjahr 2010 auch in USA erhältlich sein. Der Focus soll dann im Verlauf des Jahres 2010 folgen. Der in der Türkei gebaute Lieferwagen Transit Connect soll bereits ab Mitte 2009 in den USA angeboten werden, wo bislang großvolumige Motoren den leichten Nutzfahrzeugmarkt beherrschen.
Ford erwartet ein massives Wachstum der Nachfrage nach Autos aus dem C- und B-Segment in Nordamerika und weltweit. Bis 2012 soll dieses Segment um rund 20 Prozent zulegen. Auf Basis seiner C-Plattform will Ford dann weltweit knapp zwei Millionen Stück pro Jahr verkaufen, auf der B-Plattform sollen gut eine Million Fahrzeuge verkauft werden.
Überdies kündigte Konzernchef Alan Mulally einen weiteren europäischen Kleinwagen für Nordamerika an. Dabei dürfte es sich um eine angepasste Version des künftigen Ka handeln.