Kitzingen. Beim Automobilzulieferer F.S. Fehrer fällt der Personalabbau deutlich geringer aus als geplant. Infolge der guten Auftragslage konnten beim Interieurspezialisten 120 bereits ausgesprochene Kündigungen zurückgenommen werden. Die Mitarbeiter, die nun doch ihren Arbeitsplatz behalten können, sind an den Fehrer-Standorten Kitzingen und Wiesentheid beschäftigt. Auf einer Belegschaftsversammlung hat Tom Graf, Vorsitzender der Fehrer-Geschäftsführung, die Mitarbeiter über die veränderte Situation informiert. Ursprünglich war im Zuge der Restrukturierung der Abbau von 180 Arbeitsplätzen geplant.
„Ich freue mich sehr, dass wir weitere 120 Arbeitsplätze hier in der Region erhalten können“, betonte Graf. „Dazu beigetragen hat der aktuelle Boom bei den deutschen Automobilherstellern, aber auch die deutlich verbesserte Wettbewerbsfähigkeit von Fehrer infolge des eingeschlagenen Restrukturierungskurses, wodurch Fehrer eine ganze Reihe von Neuaufträgen gewinnen konnte.“
Bereits in 2013 konnte Fehrer durch eine Reihe von Restrukturierungsmaßnahmen Auslastung und Produktivität deutlich erhöhen. Das Unternehmen hatte infolgedessen das vergangene Jahr mit einem deutlich positiven operativen Ergebnis abschließen, das mit 46 Prozent signifikant über dem des Vorjahres lag. Auch der Umsatz war auf 433 Millionen Euro gegenüber 425 Millionen Euro im Jahr 2012 gestiegen. Für die kommenden Jahre rechnet Fehrer mit einer Fortsetzung dieses Wachstumskurses.
Fehrer beschäftigt derzeit rund 3800 Mitarbeiter an Standorten in den Ländern Deutschland, Tschechische Republik, Ungarn, USA und China. Mit Joint Ventures ist Fehrer auch in Indien und Südafrika präsent.