München. Das Internet spielt für Automobilhersteller und deren Händler eine bedeutende Rolle, um qualifizierte Kontakte (Leads) zu gewinnen. Dennoch gibt es bei der Generierung, Erhebung, Qualifizierung und Weiterbearbeitung dieser Online-Leads noch großes Optimierungspotenzial. Das zeigt eine Studie der Unternehmensberatung Iskander Business Partner (IBP). Die Experten von IBP untersuchten den Lead Management-Prozess von zehn großen Automobilherstellern (OEM) durch stichprobenartige Anfragen über verschiedene Online-Kanäle, darunter Herstellerwebseiten, E-Mails und Social Media-Auftritte.
Trotz der bereits vorhandenen guten Präsenz im World Wide Web können OEM und deren Händler die Bearbeitung der Online-Leads noch weiter optimieren, so das wichtigste Fazit der Studie. Ein Beispiel: Die durchschnittliche Antwortdauer bei Anfragen war über die offizielle Hersteller-Webseite - dem Kanal mit dem höchsten Traffic - mit fünf Tagen am längsten, wohingegen auf die Kontaktaufnahme über die Facebook-Seiten eine Reaktion nach durchschnittlich sieben Stunden erfolgte. Auch die Qualität der Leads sowie deren Weiterbearbeitung bergen Potenzial zur Verbesserung. So mussten Kundenkontaktcenter in vielen Fällen von den Interessenten noch weitere Informationen einholen, bis der Lead an den Händler weitergegeben werden konnte, obwohl dies durch einige weitere Fragen im Kontaktformular vermeidbar gewesen wäre. Zudem kontaktierten die Händler nur zwei Drittel dieser Leads auch tatsächlich.