München. Mit gigantischen Plakataktionen überschlugen sich Toyota und Volkswagen zu Beginn dieses Jahres: VW schaltete in Deutschland sieben verschiedene Motive, um das Jubiläum von 25 Millionen verkauften Golf zu feiern. Die Japaner mieteten hierzulande rund 200.000 Plakatflächen an, um den Corolla-Nachfolger Auris einzuführen.
Die beiden Kampagnen sind der Hauptgrund für den riesigen Investitionsanstieg für Plakatwerbung: Im ersten Quartal dieses Jahres gab die Automobilindustrie in Deutschland rund 40,7 Millionen Euro für die Schaltung von Plakatwerbung aus – 222 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. So lautet eines der Ergebnisse des Hamburger Instituts Nielsen Media Research, das exklusiv für Automobilwoche die Werbeausgaben im Kraftfahrzeugmarkt ausgewertet hat (siehe Tabelle).
Nicht nur bei den Plakaten, auch insgesamt haben Toyota mit 59,1 Millionen und Volkswagen mit 50,6 Millionen Euro die größten Werbeinvestitionen im ersten Quartal getätigt. Die Japaner haben damit – anders als im Gesamtjahr 2006 – mehr für Werbung ausgegeben als VW. Toyota steckte 21,7 Millionen Euro allein in die Plakatwerbung, mehr als beispielsweise in TV-Spots (13,5 Millionen Euro) oder in Zeitungsanzeigen (14,1 Millionen Euro). Konkurrent VW gab nur 10,4 Millionen Euro für die Schaltung von Plakaten aus, dafür mehr für Fernseh-Spots (16,1 Millionen Euro) und für Anzeigen in Zeitungen (14,9).