Paris. Nach den Äußerungen von Ford-Europachef John Fleming zu einem möglichen Produktionsrückgang in den europäischen Ford-Werken hat Deutschlandchef Bernhard Mattes Befürchtungen über einen massiven Stellenabbau zurückgewiesen. Allerdings müsse Ford auch in Deutschland die Kapzitäten an die Marktentwicklung anpassen, sagte Mattes der "Automobilwoche" am Freitag. "Wir wollen auf keinen Fall Lager aufbauen."
Eine Möglichkeit dazu sei der Abbau von Zeitarbeitskräften. Fleming hatte von einer möglichen Produktionsdrosselung zwischen zehn und 15 Prozent gesprochen. "Anfang des Jahres lagen wir für Westeuropa bei einer Absatzerwartung von 18 Millionen Neufahrzeugen, derzeit sind es noch 16,7 Millionen und bis zum Jahresende könnten es nur noch 15,5 Millionen sein. Auf diese Entwicklung muss man reagieren", sagte Mattes. Ein Absatz von nur noch gut 15 Millionen liege rund 15 Prozent unter den Erwartungen zu Jahresbeginn, rechnete er vor.
Mattes betonte aber, dass die Stammbelegschaften nichts zu befürchten hätten. "Wir haben die Standortsicherungsvereinbarung, die bis 2011 betriebsbedingte Kündigungen ausschließt." Zur Zahl der bei Ford in Deutschland beschäftigten Zeitarbeiter wollte sich Mattes nicht äußern.