München. An den Namen tedrive wird sich die Automobilindustrie noch gewöhnen müssen. Seit Anfang Mai firmieren drei ehemalige Chassis-Werke von Visteon unter diesem Begriff. Der US-Zulieferer zählt den Bereich Chassis nicht mehr zu seinem Kerngeschäft und hatte daraufhin seine US-Standorte an den ehemaligen Mutter-Konzern Ford zurückgegeben.
Eigentümer von tedrive ist der Finanzinvestor Special Situations Venture Partners II (SSVP II), beraten durch Orlando Management in München. Zum Spezialisten für Antriebswellen, Differenziale und Lenkgetriebe gehören die Werke in Düren und Wülfrath (beide NRW) sowie Praszka (Polen). Im Herbst erfolgt die Integration eines Standortes im brasilianischen Sao Paulo. Langfristig sind für tedrive-Chef Tom Schultz auch Werke in asiatischen Ländern eine Option.