Washington. Robert S. Mueller soll zwischen Volkswagen und den Geschädigten des Abgas-Skandals in den USA vermitteln. Das ist zumindest der Plan des kalifornischen Bezirksrichters Charles Breyer, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Dass der VW-Konzern oder die Kläger Einspruch einlegen, gilt als unwahrscheinlich. Zeit wäre dafür theoretisch bis zum 15. Januar.
Mueller soll eine Einigung zwischen dem Unternehmen und den bisher mehr als 500 Klägern herbeiführen. Breyer setzt dabei auf die Erfahrung und das Urteilsvermögen des ehemaligen FBI-Chefs.
VW steht in den USA unter erheblichem Druck. In der vergangenen Woche erhob das US-Justizministerium Anklage gegen das Unternehmen, weil VW nach Meinung der Amerikaner die Aufklärung des Abgas-Skandals behindert. VW hat bereits den Staranwalt Ken Feinberg verpflichtet hat und ist auf der Suche nach einer respektierten Persönlichkeit, die als eine Art "Außenminister" den Konzern in den USA vertreten soll und dabei helfen soll, Vertrauen zurückzugewinnen.