Als das Opel-Werk in Bochum Ende 2014 geschlossen wurde, bewilligte die Europäische Union 6,9 Millionen Euro aus ihrem Globalisierungsfonds (EGF), um den von Arbeitslosigkeit bedrohten Menschen zu helfen. Doch nur knapp 3,2 Millionen Euro davon wurden für Qualifizierung, Beratung und Betreuung der Beschäftigten nach dem Ausscheiden aus der Transfergesellschaft eingesetzt, wie die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf das Bundesarbeitsministerium berichtet.
Der Bochumer Opel-Betriebsratschef Murat Yaman kritisiert, dass nur ein Teil der Hilfen angekommen ist: "Das ist bitter aus Sicht der Opelaner." Vor zwei Jahren hatte Opel sein Werk in Bochum geschlossen. Dort war bis dahin der Kompaktvan Zafira vom Band gelaufen, dessen Produktion im Zuge der Schließung ins Stammwerk Rüsselsheim verlegt wurde. Rund 1000 früheren Mitarbeitern des Werks droht die Arbeitslosigkeit, nachdem sie zwei Jahre in der Transfergesellschaft verbracht haben.