Berlin. Eine Kontinuität in der Führung und eine langfristige strategische Orientierung auf der einen Seite, aber auch eine hohe Dynamik im Unternehmen auf der anderen Seite. Diese Aspekte sieht Jürgen Otto, Vorsitzender der Geschäftsführung von Brose, als Erfolgsrezept des Zulieferers in der Vergangenheit, aber auch in der Zukunft. Otto, seit 2005 an der Spitze der Franken, ist selbst erst der dritte Unternehmenschef in der 103-jährigen Tradition der Coburger.
Der Brose-Chef rechnet mit drei Trends: So geht er davon aus, dass bei den Türmodulen künftig verstärkt Holz- statt Glasfasern verwendet werden. Zudem erwartet er eine Zunahme von Leichtbau-Sitzstrukturen und verspricht sich eine wachsende Nachfrage nach einem sogenannten kapazitiven Heckklappenschalter mit Einklemmschutz und Kollisionserkennung. "Und wir betreiben eine brutale Standardisierung“, verweist Otto auf eine Notwendigkeit, um am Markt bestehen zu können. Ein gutes Beispiel dafür sieht er im manuellen Sitzhöhenversteller des Zulieferers. Davon werden bei Brose jährlich zwölf Millionen Einheiten produziert. Eingesetzt wird das Produkt bei insgesamt 25 Fahrzeugherstellern in 132 Automodellen.