München. Erst vor wenigen Tagen kam die Nachricht, dass VW das Sportwagengeschäft doch schon vor 2014 übernehmen kann, ohne dafür Steuern zu zahlen. Ungeachtet dessen treiben die beiden Hersteller laut "Automotive News Europe“ ihre Kooperation weiter voran, um beim Einkauf und bei der Entwicklung Millionen zu sparen.
Ab September wird der neue Boxster auch in Osnabrück vom Band laufen. Das ehemalige Karmann-Werk ist der zweitkleinste VW-Produktionsstandort in Deutschland und baut bislang nur das Golf Cabrio. Ab kommendem Jahr soll auch der Porsche Cayman dort vom Band rollen. Die beiden Modelle sind die ersten Porsche, die komplett bei VW gefertigt werden.
Porsche ist dringend auf die Zusammenarbeit angewiesen, denn im Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen, wo die Sportwagen der Marke gebaut werden, ist die Kapazität begrenzt. Zwischen 35.000 und 40.000 Fahrzeuge können dort maximal pro Jahr gebaut werden. Die hohe Nachfrage nach dem neuen 911 macht es daher nötig, die Produktion der kleineren Baureihen zumindest teilweise auszulagern. "Wir stoßen an unsere Kapazitätsgrenzen", sagte Vertriebschef Bernhard Meier der Nachrichtenagentur Reuters. "Wir müssen expandieren."