Der Zulieferer ElringKlinger hat im dritten Quartal Umsatz und Gewinn gesteigert: Der Umsatz lag mit 400,6 Millionen Euro 5,1 Prozent über dem Vorjahreswert. Noch deutlicher, um 42,9 Prozent, übertraf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) mit 27,0 Millionen Euro den Wert von 2020. Das geht aus vorläufigen Zahlen hervor, die das Unternehmen veröffentlicht hat. Allerdings war das Jahr 2020 aufgrund der Einschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Krise auch deutlich schwächer als frühere Jahre. Im dritten Quartal 2019 lag der Umsatz noch bei 431,9 Millionen und das EBIT bei 20,8 Millionen Euro.
Nach neun Monaten hat das Unternehmen einen Umsatz von 1218,2 Millionen Euro erwirtschaftet, das waren 18,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das EBIT betrug 98,5 Millionen Euro – im Vorjahr waren es nur 2,5 Millionen Euro. Der operative Cashflow belief sich nach neun Monaten auf 73,7 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr geht ElringKlinger von einem Free Cashflow im hohen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich aus.
Trotz der aktuellen Probleme auf dem Automarkt wie dem Chipmangel, der viele Hersteller zu Produktionskürzungen zwingt, rechnet ElringKlinger für das laufende Jahr mit einem Umsatz, der mehrere Prozentpunkte über den erwarteten Veränderungen der weltweiten Autoproduktion liegt. IHS hatte zuletzt ein Produktionsplus von 1,6 Prozent erwartet. ElringKlinger geht von einer EBIT-Marge von sechs Prozent aus. Die weiteren Prognosen bleiben unverändert. Die endgültigen Zahlen für das dritte Quartal veröffentlicht das Unternehmen am 4. November.
Lesen Sie auch:
Chipkrise und andere Probleme: Wie Zulieferer-Chefs das Jahr 2022 sehen
INTERVIEW – ElringKlinger-Chef Stefan Wolf: "Gute Chancen als Last Man Standing"
Von Regierung gefördert: ElringKlinger bringt Brennstoffzellen-Stacks in Serie
Aus dem Datencenter: